
Wie heißt das Gegenteil von Fast Food? Richtig. Slow Food, und das liegt im Trend.
Wörtlich übersetzt heißt Fast Food schnelle Nahrung, und das bedeutet: Zwischen der Bestellung und dem Servieren der Speise vergehen nur wenige Minuten. Ähnlich rasch wird das Ganze dann auch verschlungen.
Dagegen, dass es schnell geht, wäre noch nicht unbedingt etwas einzuwenden blieben dabei nicht auch der Geschmack und die Vielfalt meist auf der Strecke. Denn gerade Fast Food und Fertigprodukte enthalten viel Fett, Kohlenhydrate und Geschmacksverstärker, aber nur wenig Nährstoffe. Sie geben dem Körper also nicht das, was er für ein gesundes Leben braucht, sondern sie erhöhen Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte.
Bei so viel Fast Food allerorten ist es kein Wunder, wenn viele Kinder nicht mehr wissen, dass die Milch aus der Kuh kommt und das Ei von der Henne. Aber auch für Erwachsene ist das permanente Schnellessen ein Verlust: Sie sind sich gar nicht darüber im Klaren, was sie sich geschmacklich entgehen lassen.
Menschen, die bewusst essen und genießen und sich dabei gesund ernähren wollen, schwören auf Slow Food statt Fast Food. Sie kaufen im Ökoladen oder auf dem Wochenmarkt ein, achten auf Frische und eine abwechslungsreiche Auswahl. Sie bevorzugen Obst und Gemüse der Saison, weil diese Produkte besser schmecken und außerdem mehr Nährstoffe enthalten als zum Beispiel Erdbeeren im Winter oder Weintrauben im Juni. Und sie kochen selbst und genießen dann in aller Ruhe.
Einige dieser Langsam-Esser haben sich in der Vereinigung Slow Food® zusammengetan. Sie will die Kultur des Essens und Trinkens pflegen. Auch im Bewahren regionaler Geschmacksvielfalt sieht sie eine ihrer Aufgaben und weist darauf hin, dass immer mehr Sorten von Nahrungsmitteln vom Markt verschwinden. In der Tat: Bedenkt man zum Beispiel, dass in Deutschland rund 1.500 verschiedene Apfelsorten angebaut werden, die Supermärkte aber fast ausschließlich von Jonagold, Red Delicious und Golden Delicious dominiert werden, scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das Angebot immer weiter reduziert. Auf der Strecke bliebe mit der Vielfalt auch ein gutes Stück Genuss.
Über Nase und Zunge kann der Mensch nämlich sechs verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden. Süß, salzig, bitter und sauer sind die bekannten vier, dazu kommen Rezeptoren für fettige Speisen sowie für umami dies meint den Geschmack von Glutamat. Denn dieses kommt natürlicherweise in fast allen Lebensmitteln vor. Je mehr Glutamat enthalten ist, desto mehr kommt es zu einem vollen und üppigen Geschmack, was dazu geführt hat, dass es gerade Fertiggerichten in größeren Mengen künstlich zugesetzt wird. Der menschliche Geschmackssinn jedoch wird dadurch längst nicht ausgereizt.
Wer also gezielt auf Abwechslung achtet, frische Produkte kauft und sie dann in Ruhe genießt, hat auf jeden Fall mehr vom Essen. Und auch wer keine Lust hat, lange am Herd zu stehen, kann mit Frischkost auf seine Kosten kommen: Kochbücher und Webseiten sind voll mit Gerichten, die sich rasch und ohne viel Aufwand zubereiten lassen.
Nicht zu vergessen ist übrigens auch: Wer frisch isst wird viel seltener dick.
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Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse.

