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Optimales Lernfutter: Vom Pausenbrot zum Gourmethappen

Die so oft verschmähte Stulle ist wichtig fürs Lernen und erlebt einen Imagewandel. Frisch, leicht und nicht belastend sollte Sie sein, dann ist sie das optimale Lernfutter.

Sogar in der coolen Rapperszene weckt es Begehrlichkeiten: Ich hol mir jetzt dein Pausenbrot... droht Skandalsänger Bushido. Kein Wunder, mutiert doch die so oft verschmähte Stulle zunehmend zum Gourmethappen. Im September 2007 wurden erstmals nationale Qualitätsstandards für Schulverpflegung veröffentlicht, es gibt den Ernährungsführerschein für Grundschulen und demnächst plant die EU-Kommission ein Programm zur kostenlosen Abgabe von Obst und Gemüse an Schulkinder.

Das Bemühen um gesunde Schulverpflegung kommt nicht von ungefähr, denn Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist ein Problem: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland derzeit 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren übergewichtig oder adipös. Auch die Häufigkeit von chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes im Kindes- und Jugendalter steigt.

Noch immer ist der Pausensnack meist zu süß und zu fett. Süßigkeiten oder gesüßte Getränke lassen zwar den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, aber nur für kurze Zeit. Wer sich dauerhaft konzentrieren will, braucht mehr Power beispielsweise durch Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. So hat eine kanadische Studie an Fünftklässlern kürzlich festgestellt, dass die schulischen Leistungen auch von der Qualität der Ernährung abhängen.

Gut ernährt fit im Unterricht

Vor einem Jahr hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz Qualitätsstandards für die Schulverpflegung entwickelt, die sich vor allem an die Schulen richten. Auch die Bundesländer werden zunehmend aktiv. Und auch auf europäischer Ebene tut sich eine Menge: Neben dem Schulobstprogramm gibt es seit August eine neue Schulmilchregelung künftig soll das Angebot an gesunden Milchprodukten deutlich erweitert werden.  Tipp: Die AOK bietet mit ihrem Angebot www.aok.de/kids/ zahlreiche Informationen zur Kinder-Gesundheit. Unter der Rubrik Ernährung gibt es Wissenswertes rund ums Essen.

Auch mal spießig sein

Doch was tun, wenn sich das Kind morgens weigert, einen Bissen zu essen und das fettarm belegte Vollkornbrot nahezu unberührt wieder mit nach Hause bringt? Zum Essen zwingen sollte man sein Kind keinesfalls. Da ist dann Kreativität gefragt: Vollkornbrötchen statt Brot, bestrichen mit Frischkäse statt Butter. Obst und Gemüse schmecken klein geschnitten meist besser. Seien Sie ruhig auch mal spießig: Auf Zahnstochern aufgereihte Gemüse-, Obst oder Brotwürfel sind bei vielen Kindern ein Hit. Auch Süßes wie Marmelade oder Nougatcreme ist kein Problem, wenn es nicht zur Regel wird. Als Getränk eignen sich Wasser oder ungesüßter Tee.

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Quelle: externer Link AOK - Die Gesundheitskasse.

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