
Wie ist das eigentlich mit verschimmelten Lebensmitteln - darf man sie noch essen, wenn man die befallenen Stellen großzügig abschneidet, oder sollte man alles besser wegwerfen?
Freund oder Feind?
Der Clan der Schimmelpilze umfasst mehrere tausend Arten - einige von ihnen sorgen bereits seit Jahrhunderten beispielsweise für das würzige Aroma von bestimmten Käsesorten und Salami, dienen der natürlichen Konservierung und produzieren sogar lebensrettende Medikamente, wie das Penicillin. Viele Schimmelpilze sind ungefährlich, doch von etwa 400 Arten weiß man, dass sie Gifte produzieren.
Gefährliche Langzeitwirkung
Meist werden Menschen nicht direkt nach dem Verzehr verschimmelter Lebensmittel krank, wie es zum Beispiel bei einer Salmonellen-Infektion der Fall ist. Bei Schimmelpilzen besteht die Gefahr in der Langzeitwirkung. Zwei Substanzen gelten dabei als besonders gefährlich.
Das Ochratoxin A kann die Nieren sowie das Immunsystem schädigen und steht auch im Verdacht, Krebs auszulösen. Es kommt vor allem in Getreide vor und gelangt über das Tierfutter auch in Fleisch, Wurst und Käse. Hier stehen natürlich in erster Linie die Futtermittelindustrie und die Landwirte in der Pflicht, für einwandfreie Ware zu sorgen. Zum Schutz des Verbrauchers gibt es gesetzliche Grenzwerte und Kontrollen.
Das Aflatoxin ist eines der stärksten natürlichen Gifte und erwies sich in Tierversuchen als höchst krebserregend. Vor allem Leberkrebs war die Folge. Da Aflatoxine bevorzugt in tropischem und suptropischem Klima, also in feuchter Hitze entstehen, sind vor allem importierte Lebensmittel, wie beispielsweise Pistazien aus dem Iran oder Trockenfeigen und Mandeln aus der Türkei damit belastet. Kontrolleure fanden Aflatoxin sogar in Marzipan, das ja aus Mandeln hergestellt wird.
Ich sehe etwas, das du nicht siehst ...
Es ist nicht immer leicht, gefährlichen Schimmel zu erkennen. Die Gifte können, besonders bei feuchten Lebensmitteln, unsichtbar weiter wandern. Zum Beispiel bei Früchten, Milchprodukten und Säften. Und häufig ist Schimmel auch nicht zu schmecken. Deshalb haben wir für Sie folgende Tipps zusammen gestellt:
Quelle:
AOK - Die Gesundheitskasse.

